Usedom historisch

Historie Geschichte Insel Usedom Zur Geschichte der Insel Usedom gehört im Wesentlichen die Entwicklung des Tourismus

Die Insel Usedom stellt schon seit vielen Jahrhunderten einen Schnittpunkt verschiedener Kulturen dar. Auf Usedom trafen sich Slawen, Wikinger und Germanen, polnische, dänische und schwedische Eroberer bemühten sich um die Macht und hinterließen ihre Spuren. Noch heute sind die erhaltenen historischen Gebäude auf der Insel Usedom wie Kirchen, Schlösser und Herrenhäuser bereit, ihre Geschichte preiszugeben. Und woher kommen die Ortsnamen auf Usedom? Wie entstand der Name selbst? Wann und wie entwickelte sich Usedom zur Ferieninsel?

Usedom war eine der ersten und ist heute eine der wichtigsten Tourismusregionen in Deutschland und darüber hinaus. Wie wurden aus Bauern und Fischern Hoteliers, aus Fischerkaten Bäderarchitektur, aus Dörfern mondäne Badeorte?

Peenemünde gilt einerseits als die Wiege der Raumfahrt, andererseits als Ursprung von Tod und Vernichtung. Die Zerstörung von Swinemünde in den letzten Tagen des II. Weltkriegs hinterließ Spuren nicht nur im Stadtbild der größten und heute zu Polen gehörenden Stadt auf Usedom, sondern auch in den Köpfen der Menschen.

Daraus ergeben sich die genannten und unzählige andere Fragen und Geschichten zur Geschichte dieser Insel, der, wie es jüngst zu lesen war, einzigen „europäischen Insel Deutschlands“.

Usedom hat auch Spuren in der europäischen Kultur hinterlassen. Die versunkene Stadt Vineta beflügelt bis heute die Fantasie von Künstlern, die Forscher streiten noch immer über den Standort dieser damals großen Stadt. Maler von Lyonel Feininger bis Otto Niemeyer-Holstein prägten die Usedomer Malerschule, Prominenz aus verschiedenen Zeiten erholte und erholt sich auf Usedom.

Wer aufmerksam durch die Natur Usedoms wandelt, wird einige Besonderheiten feststellen: an einer Stelle bröckeln Steilküsten, an anderer Stelle werden Dünen breiter, künstliche Deiche einerseits und Feuchtgebiete andererseits bestimmen das Bild Usedoms. Wie kamen die großen Steinbrocken, die so genannten Findlinge auf die Insel, wie kam der Bernstein an die Usedomer Küsten? Wie hat die Insel vor 500, vor 1000, vor 10.000 Jahren ausgesehen?

Das alles bietet unendlichen Stoff über die Insel Usedom für alle historisch Interessierten, wir wollen Ihnen hier einige Anregungen und Informationen geben.

Foto: © Hermann Sonntag/Sammlung Matthias Gründling

St. Petri Wolgast Denkmal nationaler Bedeutung

St. Petri Wolgast Denkmal nationaler Bedeutung

Die Kirche St. Petri ist das Wahrzeichen der Herzogsstadt Wolgast. Mit ihrem beeindruckenden Backsteinturm begrüßt St. Petri in Wolgast die Feriengäste, die die Insel Usedom auf der B111 durch Wolgast erreichen, schon von weitem.
Zum Verlust Wolgaster Wahrzeichen

Zum Verlust Wolgaster Wahrzeichen

Die Herzogstadt Wolgast, das Tor zur Insel Usedom, gehörte einst zu den bedeutendsten Städten an der deutschen Ostseeküste. Die Herzöge zu Pommern-Wolgast residierten in einem imposanten Schloss, von dem heute nur noch die Bezeichnung "Schlossinsel" zeugt. Doch Schloss und Bedeutung des Hafens sind nicht die einzigen Wahrzeichen, die Wolgast in den letzten Jahrhunderten verlor.
Ortsnamen auf der Insel Usedom

Ortsnamen auf der Insel Usedom

Adrian Bueckling beschäftigt sich mit den Ortsnamen der Ostsee-Insel Usedom und deutet sie nach historischen Quellen. Wie an einer Perlenschnur reihen sich die Orte entlang der Usedomer Außenküste auf, von Peenemünde im Nordwesten über Karlshagen, Trassenheide, Zinnowitz, Zempin, Koserow, Kölpinsee, Loddin, Ückeritz bis nach Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck im Südosten.
Haus- und Hofmarken der vorpommerschen Inseln

Haus- und Hofmarken der vorpommerschen Inseln

Im Norden Deutschlands waren Häuser und Höfe, die sich mit Runenmarken schmückten, keine Seltenheit. Auch auf Rügen, Usedom, auf der Insel Oie und noch im Küstengebiet des vorpommerschen Festlandes war früher der Umgang mit Haus-Runen nachweisbar.
Swinemünde / Świnoujście – 250 Jahre deutsche und polnische Geschichte

250 Jahre Swinemünde / Świnoujście

Die größte Stadt auf Usedom beging 2015 gleich zwei Jubiläen. Im Juni 1765 erhielt die Stadt ihre Gründungsurkunde. 1945 kam die Stadt im Zuge der Nachkriegsregelungen der Alliierten zu Polen. Swinemünde trägt seitdem den Namen Świnoujście, der eine wörtliche Übersetzung aus dem Deutschen ist.
Der Anklamer Flugpionier Otto Lilienthal

Der Anklamer Flugpionier Otto Lilienthal

Die Hansestadt Anklam und Peenemünde im Norden der Insel Usedom stehen gleich für zwei Projekte des Menschenfluges: In Anklam wurde der Flugpionier Otto Lilienthal geboren, und in Peenemünde startete die erste Rakete in den Weltraum. 1891 gelangen dem in Anklam geborenen Maschinenbauingenieur Otto Lilienthal die ersten reproduzierbar sicheren Gleitflüge der Geschichte. Seine Methode "vom Sprung zum Flug" wurde von Flugpionieren in aller Welt übernommen und markiert den Beginn des Zeitalters des Menschenflugs. Und genau deshalb heißt Anklam heute nicht nur Hanse- sondern auch Lilienthalstadt.
Deichbau und Hochwasserschutz im Norden der Insel Usedom

Deichbau und Hochwasserschutz im Norden der Insel Usedom

Die ausgedehnten flachen Wiesen und sumpfigen Waldflächen zwischen Zinnowitz, dem Gnitz, dem Peenestrom, dem Greifswalder Bodden und den Dünen der Insel Usedom an der Ostseeküste wurden auf Grund ihrer Höhenlage bei Hochwasser regelmäßig und vollständig überschwemmt.
Julklapp - Erinnerungen an einen schwedischen Weihnachtsbrauch

Julklapp - Erinnerungen an einen schwedischen Weihnachtsbrauch

Bis heute hat die schwedische Vergangenheit in Vorpommern ihre Spuren hinterlassen. Schwedische Orts- und Familiennamen, Schwedenwappen, Schwedendenkmäler, Schwedenschanzen, Schwedenplatten, Schwedenpunsch und Städtepartnerschaften erinnern an den schwedisch-monarchischen Sonderweg der Region. Und auch der aus Schweden stammende "Julklapp".
Beutekunst an der Heringsdorfer Promenade?

Beutekunst an der Heringsdorfer Promenade?

An der Strandpromenade zwischen Heringsdorf und Ahlbeck auf der Insel Usedom, auf dem Grundstück des Hotels St. Hubertus, kann der Besucher ein besonderes Kunstobjekt entdecken: Das Muckenbüble. Der Künstler Wilhelm Rösch (1850-1893) aus Neckarrems schuf die Plastik „Knabe in Gefahr". Das Gipsmodell wurde 1883 hergestellt und befindet sich heute im Rathaus der Stadt Remseck am Neckar.

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News

125. Geburtstag von Otto Niemeyer-Holstein
Direkt an der engsten Stelle der Insel Usedom, zwischen Koserow und Zempin, hat sich in den 1930er Jahren der Maler Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984) in einem ausgedienten Berliner S-Bahnwagen ein Wohn-Atelier eingerichtet, fernab vom Einzugsbereich der Nationalsozialisten. Nach seinem Tod wurde es 1985 ein Gedenkatelier, wobei Atelier, Wohnhaus und Künstlergarten im Originalzustand erhalten werden.
Neue Sicht auf Usedom
Vor allem Ersturlauber auf Deutschlands wohl schönster Insel sind erstaunt über den hohen Waldanteil, oft in unmittelbarer Strandnähe. Wer sich davon überzeugen möchte, kann das seit dieser Saison direkt tun – mitten drin und von oben.
Vineta - Traum ohne Wirklichkeit
Seit nunmehr 25 Jahren wird auf der Freilichtbühne im Ostseebad Zinnowitz eine Sage wieder lebendig: die Sage von der untergegangenen Stadt Vineta, die nach so mancher Lesart sogar vor Usedom gelegene haben soll. Mit viel Fantasie und spektakulärer Technik bringt die Vorpommersche Landesbühne Anklam das Stück auf die Bretter.