Familie Venier liebt die Insel Usedom

Familie Venier liebt die Insel Usedom Familie Venier liebt die Insel Usedom

Ich liebe Usedom - Wir lieben unsere Gäste - Mit diesem Slogan macht die Ostsee-Insel seit dem letzten Jahr Feriengäste auf sich aufmerksam. Daraus ergab sich eine interessante Begegnung: Am Anfang war eine Mail. Die in sehr freundlichen Worten gehaltene Bestellung von Büchern unseres Verlages über Usedom ließ mich spontan zum Telefonhörer greifen und die Bestellerin am anderen Ende Deutschlands „überfallen“. Der etwas an hochdeutsch erinnernde Dialekt bestätigte mir - es war keine Ausgewanderte mit Heimatliebe, sondern eine Einheimische - aus dem Weingebiet nördlich von Stuttgart. Und noch dazu mit aktuellen Reiseplänen nach Usedom, das Quartier nur fünf Gehminuten von uns entfernt! So wurde aus der Büchersendung eine -übergabe und ein angeregtes Gespräch mit Silvia und Stefan Venier. Die Fremdsprachenkorrespondentin und der Speditionskaufmann kommen aus Großbottwar, einer Kleinstadt im Weinbaugebiet Baden-Württembergs.

Die enge Verbundenheit mit Usedom entstand aus einer zufälligen Reise von Silvia Venier mit ihren Eltern vor mehr als zehn Jahren. Seitdem ist der zweimalige Usedom-Urlaub ein festes jährliches Ritual, und zwar immer in Karlshagen. Die Usedom-Urlauber lieben die Weite der Insel Usedom - zum Beispiel die Halbinsel Gnitz mit Blick über das AchterwasserIm März kommt die „große Variante“, mit den Eltern von Silvia Venier und dem Golden Retriever, im Herbst dann der „enge Kreis“ zu dritt, nur mit dem dreijährigen Philipp. Die Antwort auf die erste Frage nach dem „Warum“, erschien beiden so selbstverständlich, dass sie kurz überlegen mussten. Wie kann einer, der hier lebt, noch nach den Vorzügen Usedoms fragen? Natürlich die Weite, der Strand, die Natur, als Pendant dazu das Mondäne der Kaiserbäder, und die vielen kleinen „Ecken“, die Geheimtipps, von denen beide in den zahlreichen Aufenthalten schon viele kennen lernen konnten. Und, wie Stefan Venier ergänzt, unbedingt die Luft. Schon nach wenigen Tagen Aufenthalt sind Hals- und Erkältungsmittel unnötig geworden. Dazu kommt der Gegensatz zu ihrer bergigen Heimat. Hier an der Küste fühle man sich nicht so beengt wie etwa in den heimischen Tälern.

Schwaben auf Usedom

tefan Venier hat es „geschafft“, sich von der überschäumenden Leidenschaft seiner Frau für ihre Lieblingsinsel nicht nur anstecken zu lassen, sondern auch selbst immer größere Motivation zu verspüren, wie ich aus der typisch männlichen Zurückhaltung beim Gespräch dennoch heraushören konnte. Kamminke liegt am Stettiner Haff. Der Hafen Kamminke ist Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten aufs Haff und nach PolenUnd sogar Philipp wünscht sich regelmäßig: „Ich will auf die Insel!“ Seine schon frühkindliche Begeisterung für Fischmahlzeiten ist wohl durch Inselaufenthalte erworben und Voraussetzung für weitere Verbindung zur „Insel“ gleichermaßen. Zu den „Pflichtpunkten“ jedes Usedom-Urlaubs der Familie Venier zählen beispielsweise Kamminke mit dem malerischen Hafen, die Stadt Usedom mit den „Spinndönz“, aber auch das Restaurant im Hotel Seebrücke im nahe gelegenen Seebad Lubmin. Ihren Landsmann aus dem Schwarzwald, den Bio-Käser Steffen Schulze aus Welzin, haben sie ebenfalls schon besucht. Bald waren wir mitten beim Fachsimpeln über die schönsten Ecken Usedoms. Dankbar nahmen sie von mir weitere Tipps entgegen, die nicht zuletzt auch in den Büchern unseres Verlages enthalten sind.

Ausgangspunkt für den Kontakt zu uns war übrigens das Heftchen Essen & Trinken Usedom 2009, das sie beim Bäcker Wolfsteller in Karlshagen gefunden hatten. Dadurch lernten sie unter anderem auch das Restaurant „Utkiek“ in Ückeritz kennen und schätzen. Die lange Autofahrt von über 800 Kilometern ist zwar einerseits belastend, andererseits gibt sie Silvia Venier bei der Heimfahrt Gelegenheit, sich gedanklich ganz langsam von Usedom zu verabschieden, sich die Insel zumindest zeitweilig aus dem Herzen zu reißen. „So etwa in Thüringen bin ich wieder ansprechbar“, meint sie verschmitzt, und ihr Mann lächelt leise dazu. Rainer Höll

Foto: © Rainer Höll

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