Zum Inhalt

Architektur Usedom

Auf der Insel Usedom treffen diverse Baustile aufeinander, und doch haben sich die verantwortlichen Architekten und ihre touristischen Auftraggeber immer bemüht, eine harmonische Struktur in die architektonische Ansicht der Seebäder zu bringen.

Noch heute finden sich in den Ortskernen der Seebäder auf Usedom die Katen und Kapitänshäuser früherer Zeiten wieder. Vielerorts ducken sich die reetgedeckten Fischerhäuser zwischen die in Norddeutschland typischen Backsteinbauten.

Mit dem Beginn der Badekultur an der deutschen Ostseeküste änderte sich auch auf der Insel Usedom die Bauweise. Als „Badewanne der Berliner“ errichteten zahlreiche wohlhabende Familien und Financiers ihre Sommersitze auf der Sonneninsel. Gern als Bäderarchitektur bezeichnet, spiegeln sich in den Bauten der Gründerzeit diverse architektonische Stile unterschiedlicher Epochen wider. Wirklich typisch für diese Villen waren - und sind es noch heute - die verglasten Veranden und Loggien, die einen direkten Blick auf die Ostsee garantierten, gleichzeitig aber vor allzu direkter Wahrnehmung der Elemente schützten. Viele dieser teils wunderschönen Villen wurden in den letzten Jahren aufwändig restauriert und bieten den heutigen Gästen Usedoms allen erdenklichen Komfort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auf der Insel Usedom zunehmend Ferienheime errichtet, die vor allem dem sommerlichen Ansturm der Feriengäste gewachsen waren. Diese und auch die zahlreichen Villen aus der Gründerzeit bildeten nach der politischen Wende von 1989 den Grundstock für die heutige touristische Architektur auf Usedom. Durch aufwändige Sanierungsmaßnahmen und Neubauten, die sich an dem glamourösen Stil der Bädervillen orientierten, präsentieren sich die Hotels, Pensionen und Ferienanlagen auf Usedom heute in einem modernen Ambiente, die gleichzeitig den Zeitgeist der Bäderarchitektur aufleben lassen.

Architektur Insel Usedom Seebrücke Ahlbeck, Insel Usedom Foto: © nordlicht verlag
Anzeige