Lütten Weihnacht – ein norddeutscher Brauch

Die Lütten Wiehnacht ist ein schöner Brauch, der in unterschiedlichen Ausprägungen in ganz Norddeutschland gepflegt wird, so auch auf der Ostsee-Insel Usedom. Wie der Name schon sagt, geht es um die „lütte“, die kleine Weihnacht, bei der nicht die Menschen, sondern die Tiere in Wald, Flur und im heimischen Stall im Mittelpunkt stehen. Sie sollen auch Anteil an den guten Gaben haben. Einem alten Aberglauben nach sollen die Tiere in der Heiligen Nacht sogar sprechen können.

In der Weihnachtsgeschichte spielen Stall, Ochse und Esel eine zentrale Rolle. Das Jesuskind verbringt seine ersten Tage in einer Krippe, in der normalerweise Heu und Hafer für die Nutztiere bereitgestellt werden. Noch heute gehören Ochse und Esel zu jedem Krippen-Ensemble, das zur Weihnachtszeit viele Wohnzimmer schmückt.

Mit einer Extraportion Futter bedankten sich unsere Vorfahren bei den treue Dienste leistenden Tieren und zollten ihnen ihren Respekt. Heute findet die Lütten Wiehnacht noch bei der Wildfütterung Beachtung. Viele Forstämter laden in den Tagen um Weihnachten in den Wald und verteilen Heu, Kastanien und Eicheln an das Wild, aber auch Nüsse, Zapfen und Eckern an die Kleintiere wie Eichhörnchen. Auch viele Tierheime und Tierschutzorganisationen feiern die Lütten Wiehnacht, um so auf die oft angespannte Lage der nicht mehr gewollten Haustiere aufmerksam zu machen.

Text: Karin Höll
 

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