Himmelsbeobachtung an der Greifswalder Sternwarte

Himmelsbeobachtung an der Greifswalder Sternwarte
Der Große Wagen ist wohl eines der bekanntesten Sternbilder

Der Greifswalder Sternwarte e.V. lädt am 1. Februar 2018 um 19 Uhr zur gemeinsamen Himmelsbetrachtung ein. Momentan sind die bekannten Planeten Mars und Jupiter am Morgenhimmel zu sehen. Später in der Morgendämmerung kommt Saturn dazu. Aber auch die Venus ist am Abendhimmel noch nicht zu sehen. Trotzdem lassen sich am Winterhimmel interessante Objekte beobachten. Einige wollen die Mitglieder des Sternwartenvereins Ihnen bei der öffentlichen Führung am 1. Donnerstag im Monat Februar zeigen. An diesem Abend werden nach Möglichkeit die Sternenansammlung der Plejaden, der abnehmende Mond und das Doppelsternsystem Alkor/Mizar durch das Teleskop beobachtet.

Mizar/Alkor ist das bekannteste Doppelsternsystem am Himmel. Die beiden Partner bilden den mittleren Deichselstern des Großen Wagens. Bei guten Bedingungen kann das normalsichtige Auge die Sterne trennen, so dass er auch als „Augenprüfer“ bezeichnet wird.

Die Plejaden sind eine sehr auffällige Sternenansammlung – im Deutschen auch Siebengestirn genannt. Die Plejaden sind auch schon auf der Himmelsscheibe von Nebra zu sehen. Die 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe zeigt die weltweit älteste bisher bekannte konkrete Darstellung des Kosmos. Die runde Bronzescheibe zeigt die Sonne (je nach Deutung auch den Vollmond), eine Mondsichel sowie insgesamt 32 goldene Sterne. Sieben davon stehen eng beieinander und werden als Sternbild der Plejaden interpretiert.

Der Mond (lateinisch: luna) ist der einzige natürliche Satellit der Erde. Seit den Entdeckungen von Trabanten bei anderen Planeten des Sonnensystems, im übertragenen Sinn zumeist als Monde bezeichnet, wird er zur Vermeidung von Verwechslungen auch Erdmond genannt. Er ist mit einem Durchmesser von 3.476 km der fünftgrößte Mond des Sonnensystems. Durch seine Nähe zur Erde ist er der einzige Himmelskörper, auf dem man freiäugig Oberflächenstrukturen erkennen kann („Mondgesicht“). Das unbewaffnete menschliche Auge kann ca. 1.000 Punkte auf der Vollmondscheibe unterscheiden.

Alle Interessierten treffen sich bitte pünktlich am Eingang des alten Physikalischen Institutes (Domstraße 10 a, Universitätsinnenhof). Der Eintritt beträgt 4,- € für Erwachsene und 2,- € für Kinder und Erwachsene mit Ermäßigungsnachweis.

Die Mitglieder des Sternwartenvereins freuen sich auf Ihren Besuch!

Text: Marlies Philipp, Pressesprecherin Greifswalder Sternwarte e. V.
Foto © pixabay.com/geralt/CC0

Datum: 30.01.2018

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