Urlaub Insel Usedom
Achterland: Alte Molkerei in Liepe

Achterland: Alte Molkerei in Liepe

(Aktiv-Urlaub Usedom)
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Auf der Insel Usedom finden Feriengäste zahlreiche alte Gebäude verschiedenster Nutzungsarten, die in den letzten Jahren zu Ferienwohnungen, Pensionen oder Hotels umgebaut wurden. Manche dieser Usedomer Häuser waren Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts, als der Tourismus auf der Insel Usedom boomte, bereits Ferienunterkünfte, dienten in den Kriegsjahren und zu DDR-Zeiten anderen Zwecken und wurden nach der politischen Wende aufwändig saniert und beherbergen heute wieder schmucke Hotels und Ferienwohnungen. Andere Haus- und Hofanlagen, wie die „Alte Molkerei“ in Liepe, über die wir im folgenden berichten, wandelten ihre Nutzung komplett und bieten erst jetzt eine Heimstatt für Usedom-Urlauber.

Die „Alte Molkerei“ wurde 1924 als Molkerei erbaut, aber schon drei Jahre danach begann deren Niedergang. 1937 entstand aus dem Gebäude durch Anbau und Aufstockung eine Schule mit zwei Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen. Nach dem Krieg gewann die Schule an Bedeutung, mehr Schüler erforderten mehr Lehrer, auch am Nachmittag wurde unterrichtet, bis 1974 der Schulstandort zugunsten der Stadt Usedom aufgegeben wurde. Von 1976 bis 1990 diente das Gebäude als Gemeindeschwesternstation mit Arztsprechstunden, eine Einrichtung des Gesundheitswesens, deren Vorteile heute wieder neu entdeckt werden. Nach mehreren erfolglosen Versuchen der gewerblichen Nutzung durch den damaligen Eigentümer erwarb die Familie Bellinger 2002 das Gebäude, zunächst für den Eigenbedarf, ehe 2007 der Umbau zur Ferienwohnanlage begann.

Der Name der „Alten Molkerei“ in Liepe passt nicht nur in das dörfliche Umfeld, er verspricht einen Urlaubsaufenthalt in authentischer Umgebung. Wer den liebevoll gestalteten Innenhof der „Alten Molkerei“ in Liepe betritt, wähnt sich in einer eigenen Welt, in der die Vergangenheit nur noch am Namen zu erkennen ist.

Der Rankwitzer Ortsteil Liepe ist Namensgeber für den so genannten Lieper Winkel, eine Halbinsel zwischen Usedomer Achterwasser und Peenestrom. Er gilt als Refugium für Naturliebhaber auf Usedom, denn wie kaum anderswo auf der Sonneninsel ist die ursprüngliche Natur in diesem Zustand erhalten.

Es war ein Glücksgriff von Sabine und Axel Bellinger, die ehemalige Molkerei im Dorf zu einer kleinen Wohnanlage auszubauen. Seit der Eröffnung in ihrem heutigen Bauzustand im Juli 2008 gelang es Axel Bellinger, die Wohnanlage mit sechs Ferienwohnungen als Schmuckstück mit äußerlich sichtbarer Qualität vor allem durch ein hohes Niveau an „innerem“ Service zu ergänzen. Weit entfernt von Standardmöblierung präsentieren sich die unterschiedlich großen Ferienwohnungen, deren Namen auf die Geschichte des Gebäudes zurückgehen. Während die „Sahnekammer“ über gemütliche 30 qm verfügt, umfasst die „Milchkammer“ ganze 115 qm und gibt bis zu sechs Personen Platz.

Als einer der ersten Gastgeber auf Usedom nimmt Axel Bellinger für die Ferienwohnanlage „Alte Molkerei“ an dem Projekt „ServiceQualität Deutschland“ teil, welches vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) initiiert wurde. Der Vier-Sterne-Standard wird durch entsprechende Servicequalität auf hohem Niveau ergänzt. Die hochwertige Ausstattung der Wohnungen umfasst beispielsweise die noch nicht alltäglichen Elemente Geschirrspüler, Waschmaschine, DVD-Player und Flachbildschirme, aber auch mindestens zwei Schlafräume in den Vier-Personen-Wohnungen.

Die „Alte Molkerei“ öffnet sich dem Trend, Elemente eines Hotelservice mit anzubieten. So können die Gäste einen Frühstücksservice buchen, der ihnen mehr Bequemlichkeit bietet und dennoch die gewünschte Individualität lässt. Auch Bettwäsche, Fahrradverleih und sogar die Ruderbootnutzung sind in den moderaten Preisen inbegriffen.

Abbild eines durchdachten Gastgeberkonzeptes ist der Innenhof, der freundlich strukturiert und mit viel Grün gestaltet wurde, aber auch der Individualität der Gäste Raum lässt. Jede der Ferienwohnungen hat einen eigenen Grillplatz, genügend Fahrräder stehen zur Ausleihe bereit, ein kleines Fußballtor signalisiert: hier ist Ballspielen erwünscht. Noch mehr Platz bietet dafür die angrenzende Wiesenfläche außerhalb des Grundstückes.

Text: Rainer Höll

Foto: © Alte Molkerei

Datum: 23.12.2009

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