Waldaktie auch international erfolgreich
(Usedom-Tourismus)
(0) Bewertungen: 0Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern startet Ende 2007 mit der „Waldaktie“ eine ungewöhnliche Aktion, die inzwischen großen Zuspruch bei den Feriengästen und Einwohnern der Ferienregionen an der mecklenburg-vorpommerschen Ostseeküste gefunden hat. Für den Kaufpreis einer Waldaktie in Höhe von zehn Euro können auf einer Fläche von zehn Quadratmetern Hartholzbäume gepflanzt und gepflegt werden, die die im Urlaub von einer vierköpfigen Familie verursachten Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen.
Inzwischen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern sieben Klimawälder, in denen die Waldaktie mit Baumpflanzungen umgesetzt wurde. Ein Klimawald befindet sich auf der Insel Usedom nahe des Ostseebades Koserow. Inzwischen ist die erste vorgesehene Fläche in Koserow bereits komplett bepflanzt, so dass das Gebiet des Klimawaldes jetzt erweitert wurde.
Aus Anlass der Jahreskonferenz der American Tourism Society in Heiligendamm wurde jetzt eine deutsch-amerikanische Kooperation zur Waldaktie beschlossen.
(Rostock) Mitglieder der American Tourism Society (ATS) begründeten kürzlich gemeinsam mit Tourismusexperten und Studenten aus Mecklenburg-Vorpommern den ersten deutsch-amerikanischen Klimawald in Schuenhagen südlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Dafür arbeiten die Partner des vor zwei Jahren ins Leben gerufenen Projektes Waldaktie mit der gemeinnützigen Organisation "Tourism Cares" aus den USA zusammen, die sich dem Erhalt von Reisezielen für zukünftige Generationen verschrieben hat und mit der Pflanzung ihre erste Aktion in Europa umsetzt. Im Klimawald Schuenhagen werden von rund 100 Beteiligten 300 aus dem Kauf von Waldaktien finanzierte Bäume in die Erde gebracht.
Die Pflanzung findet am Rande der Jahreskonferenz der American Tourism Society statt, die rund 40 ATS-Mitglieder vom 26. bis 29. Oktober 2009 in Heiligendamm abhalten. "Wir freuen uns, dass das Projekt Waldaktie auch bei amerikanischen Tagungsgästen Anklang findet", sagte Sylvia Bretschneider, die Präsidentin des Landtages und des Landestourismusverbandes. Mecklenburg-Vorpommern nutze die Gelegenheit, den amerikanischen Gästen während ihres Aufenthaltes im Nordosten nicht nur die Sehenswürdigkeiten des Landes zu präsentieren, sondern auch Klimaschutzprojekte, die für eine nachhaltige Tourismusentwicklung stünden. Aus Anlass der internationalen Pflanzaktion wird die Internetseite www.waldaktie.de künftig auch in englischer Sprache verfügbar sein.
Seit Beginn des Umweltbildungsprojektes vor zwei Jahren sind knapp 10.000 Waldaktien verkauft und aus dem Erlös sieben Klimawälder in Mecklenburg-Vorpommern, unter anderem einem beim Ostseebad Koserow auf der Insel Usedom, ganz oder teilweise bepflanzt worden. Durch den Erwerb einer Waldaktie im Wert von zehn Euro werden die CO2-Emissionen von fünf Teilnehmern eines dreitägigen Kongresses, die aus 250 Kilometern Entfernung anreisen, ausgeglichen.
Hintergrund
Waldaktien sind im Internet unter www.waldaktie.de zu bekommen. Für den Kaufpreis einer Waldaktie in Höhe von zehn Euro können im verhältnismäßig waldarmen Mecklenburg-Vorpommern auf einer Fläche von zehn Quadratmetern Bäume gepflanzt und gepflegt werden, die die im Urlaub von einer vierköpfigen Familie verursachten Kohlendioxid-Emissionen ausgleichen - 500 Kilometer An- und Abreise inklusive. Dabei setzt eine Familie rund 850 Kilogramm CO2 frei, was gemessen an den Emissionen durch Flugreisen ein vergleichsweise geringer Wert ist.
Zu den prominenten Waldaktionären gehört neben Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, der Landtagspräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Sylvia Bretschneider, dem Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus, unter anderem auch der Schauspieler und "Tatort"-Kommissar Axel Prahl, der 50 Waldaktien erworben hat und über das Projekt sagt: "Das passt zu diesem Land wie der Strand und die Natur." Die Waldaktie kann über www.waldaktie.de bezogen werden, dort sind auch die Flächen und die einzelnen Parzellen zu sehen. Mittlerweile sind auch CO2-neutrale Tagungen in MV möglich.
Text: Rainer Höll, Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Foto: © Karin Höll
Datum: 30.10.2009
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